Kleinschmetterlinge

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Ein gutes Jahr für Acrolepia autumnitella Curtis, 1838? mitgeteilt von Werner Wolf am 6.9.2016

Am 28.8.2016 fand ich in forstlich aufgelichteten Fichtenwäldern der Grasleitener Moorlandschaft (Lkrs. Weilheim-Schongau) mehrere Standorte der Tollkirsche (Atropa belladonna) mit einem hohen Besatz an Raupen dieser Art. Sie waren zumeist schon im letzten Larvenstadium. Eine Suche an Tollkirschen-Standorten im Nördlichen Frankenjura war am 1.9.2016 im Umfeld des Kammerweihers südlich Auerbach (Oberpfalz, Lkrs. Amberg-Sulzbach) mit zwei Raupenfunden erfolgreich. Autumnitella war bisher aus dem Schichtstufenland nicht verifiziert gemeldet. Das Fraßbild („Taschenminen“) ist sehr charakteristisch und die Minen können auch nach dem Verlassenwerden noch eine zeitlang eindeutig angesprochen werden. Die von zwei Standorten mitgenommenen Raupen haben sich mittlerweile im Acrolepiidae-typischen Netzkokon verpuppt (s. Foto). Eine der typischen Kleinschmetterlingsarten, die sich viel besser über ihre Präimaginalstadien nachweisen (kartieren) lassen, als über den Fang der Imagines.

Zitiervorschlag: Wolf, W. 2016: Ein gutes Jahr für Acrolepia autumnitella Curtis, 1832? Faunistische Mitteilung, Arbeitsgemeinschaft bayerischer Entomologen, website abe-entomofaunistik.org [06.09.2016]